Stress ... Trauma ... Regulation ... emoflex®

Stress ... Regulation, therapeutische Ansätze, emoflex® ...

 

Was hilft - was nicht?

 

Frühzeitig erkannt könnten adäquate Beratungen und Psychoedukation sicher eine Menge abfangen und u. U. verhindern, dass sich Menschen Dauerstress aussetzen und sich dadurch schwerwiegende Erkrankungen entwickeln.

Das setzt jedoch voraus, dass die Betroffenen merken, wenn sie in einen Dauerstress-Zustand geraten.

Diese Konstellation liegt aber häufig gerade nicht vor. Denn viele Menschen leben mittlerweile in einer Art und Weise, wo sie oftmals nicht mehr wirklich "bei sich" sind. Damit meine ich, dass sie nicht spüren, nicht wahrnehmen, wenn es zu viel ist, wenn ihnen etwas nicht gut tut, wenn sie müde sind, wenn sie sich auch im Bereich Freizeit oder Beziehungen jeglicher Art permanent anpassen / unterordnen und wenig für sich selber "erstreiten" oder umsetzen.

 

Viele Patienten kommen daher schon mit entsprechenden Folgeerscheinungen von (Dauer-)Stress in die Praxis.  Selbstverständlich ist auch dann erst einmal - nach der ausführlichen Anamnese - die Psychoedukation und Beratung ein wichtiges Standbein in der sich dann ggf. anschließenden individuellen Behandlung.

 

 

 

... Achtsamkeit ... ?

 

Mittlerweile werden eine Vielzahl von Kursen und Therapien angeboten, die sich mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigen. Gemeint ist damit, ein sich Einlassen und Üben von Zuständen, wo sich die Aufmerksamkeit auf den aktuellen Moment, die aktuellen Erfahrungen und besonders auch Emotionen focussiert, diese wahrnimmt. Der Patient versucht im Hier und Jetzt zu bleiben und sich eben nicht durch Gedanken und Emotionen über die Vergangenheit oder die Zukunft ablenken lässt. 

Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) ist ein achtsamkeitsbasiertes Stressreduktions-Programm, welches in den 70er Jahren von dem Amerikaner Prof. Jon Kobat-Zinn entwickelt wurde. Anteile davon werden auch in verschiedenen Psychotherapieverfahren integriert bzw. angewendet.

 

Achtsamkeitstraining kann durchaus konsequent angewendet zu einer Entlastung ab dem Zeitpunkt der Anwendung führen.

Bei konstitutionell bedingter sehr hoher Reizoffenheit und/oder Reizfliterschwäche oder anderen Dispositionen wird ein Achtsamkeitstraining nur sehr bedingt und nicht langanhaltend zu einer Entlastung führen können, da die einströmenden Reize schwer abzufangen sind bzw. auch als "zu intensiv" bewertet werden.

 

Ein generelles Problem besteht aber auch in den schon zuvor beschriebenen bisher nicht verarbeiteten Erfahrungen und Emotionen aus der Vergangenheit, dem unverarbeiteten Müll, besonders wenn der Stresszustand schon lange bestand und der Müllberg entsprechend groß ist.

Denn diese Erfahrungen laufen im Hintergrund tagtäglich weiter mit und werden nicht von der neu erlernten und dann angewendeten Art des Umgangs mit sich selbst beeinflusst, d.h. sie werden weiterhin nicht verarbeitet und können dadurch weiter unser System blockieren.

 

Auch ist die Grundlage des Erfolges der Anwendung von Achtsamkeit ein regelmäßiges Üben und Praktizieren dessen, sprich ein bestimmtes Maß an Diziplin. Etwas was häufig bei Menschen unter Stress entweder nicht vorhanden ist, und dadurch zu zusätzlichem Stress führt oder andersherum zu viel vorhanden ist, und in Richtung Perfektionismus ebenfalls selbstproduzierten Stress verursacht.

 

 

... Psychotherapeutische Verfahren ... ?

 

Sollten sich durch einen Dauerstresszustand bereits psychische, psychosomatische oder auch organische Erkrankungen entwickelt haben, haben selbstverständlich psychotherapeutische Verfahren (Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie etc. ...) ihre Berechtigung.

 

 

 

Was aber auch dort häufig nicht bewältigt und abgearbeitet werden kann, sind die Überlastungen des Arbeitsspeichers in unserem Gehirn, die nicht verarbeiteten Erfahrungen, Erlebnisse und Emotionen, die zum Teil eben auch als "traumatisch" deklariert sind. Bei entsprechender individueller Konstitution werden diese dann immer wieder getriggert (siehe auch Ursachen ... AD(H)S 3). 

 

Im Rahmen der Psychotherapieverfahren wirken verschiedene Mechanismen häufig besonders zuerst sehr entlastend.

Aber da sich das Gefühl vielfach nicht nachhaltig ändert, und ein immer wieder 'Über-Nichtverarbeitetes-Sprechen' und 'Sich-daran-Erinnern' neuen Stress produzieren kann, wird im Verlauf oft noch mehr Müll angehäuft. 

 

 

... emoflex®, ''SynestheticProcessing" nach Johannes Drischel ...

 

Hier nun setzt ein neues Konzept an, welches da Entlastung schafft, wo bisher nur wenig und vor allem nicht dauerhaft was erreicht werden konnte - nämlich im Bereich Verarbeitung, Entstressung und Entschleunigung auf emotionaler Ebene.

 

Dieses Konzept ist für die Selbstanwendung in den Bereichen AD(H)S und Autismusspektrum-Störung in einer langjährigen privaten Forschungsinitiative von Johannes Drischel entwickelt worden und unter dem Namen emoflex® mittlerweile in der Szene bekannt.

 

Im therapeutischen Kontext arbeite ich u. a. mit dem darauf aufbauenden "SynestheticProcessing"  (ebenfalls nach J. Drischel), in dem ich ausgebildet bin.

 

Dieses "Handwerkszeug" ist nicht auf die Anwendung im Bereich AD(H)S und Autismus begrenzt, sondern entstand aus den Beobachtungen, dass insbesondere Stress und Überforderung und dessen Nicht-Verarbeitung gerade bei den oben genannten Störungsbildern ein großes Problem darstellen.

 

Nach bisherigen Erfahrung ist es völlig unerheblich, wodurch Stress entsteht - ob durch eine individuelle Konstitution oder durch eine Überlastung von außen - die Symptome unterscheiden sich nicht. Das entwickelte Verfahren wird daher auch anderweitig bei Erkrankungen und Störungen erfolgreich eingesetzt, bei denen Stress und Stressverarbeitung eine Rolle spielt - in dem Rahmen auch in der Behandlung bzw. für die Verarbeitung subjektiver und / oder objektiver traumatischer Erlebnisse (siehe auch Psychosomatik).

 

Dazu gehören Überlastungsreaktionen (durch Schule, Beruf, Privates, ...), nicht organisch bedingte Schlafstörungen, psychosomatische Störungen,  emotionale Störungen, Schmerzsyndrome, traumatische Erlebnisse und vieles mehr.

 

 

 

 

Damit es nicht soweit kommt, bietet sich besonders für bestimmte Personengruppen - bei denen entweder auf Grund ihrer genetischen Disposition oder ihres Umfeldes, ihres Berufes Stress ein (Dauer-)Thema ist - dieses Verfahren an, um rechtzeitig zu entstressen, bevor Folgeerscheinungen auftreten.

Dazu zählen Menschen aus dem Bereich

AD(H)S, Autismusspektrum oder sehr sensible Menschen.

 

Sowie besonders auch Menschen in sozialen, helfenden und sehr verantwortungsvollen Berufen wie 

Pädagogen, Ärzte, Therapeuten, Erzieher, Manager, Polizisten, Bundeswehrsoldaten, Piloten, Lokführer, Busfahrer  ...

und ganz speziell auch Mütter sowie Schüler und Studenten.